Bergschiffmühle

 

 

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Öffnungszeiten der Bergschiffmühle im Burggarten

jeden 1. Sonnabend im Monat in den Monaten April bis Oktober
am 16. Mai, dem 22. Deutschen Mühlentag
am 22. Mai, dem 39. Internationalen Museumstag

14:00 bis 17:00 Uhr
10:00 bis 18:00 Uhr
14:00 bis 17:00 Uhr

Öffnung des Hydrologischen Kleinmuseums (altes Pegelhaus)

am 22.Mai, dem 39. Internationalen Museumstag 15:00 bis 16:00 Uhr
1. Schiffmühlen auf der Mulde
2. Die Bergschiffmühle
3. Geschichte der Bergschiffmühle
4.  Bildergalerie

 


 

1. Schiffmühlen auf der Mulde
 

Die strömungsreiche Mulde bot seit Jahrhunderten günstige Standorte für Schiffmühlen. Diese hatten zwei Schiffe, das Hausschiff mit dem Mahlwerk und das Wellschiff, auf dem die Welle des großen Schaufelrades lag. Auf den ca. 40 km Flusslänge der Mulde zwischen Eilenburg und Bitterfeld gab es um 1800 neun Schiffmühlen. Im Jahr 1900 waren noch drei vorhanden. Die Schiffmühle in Gruna brannte 1921 ab und die Schiffmühle I in Düben 1925. Die Bergschiffmühle, die bis 1956 auf der Mulde betrieben wurde, war die letzte erhaltene Schiffmühle auf deutschen Flüssen.

 


2. Die Bergschiffmühle Bad Düben
 
Mühleneigentümer: Stadt Bad Düben
Mühlenbetreiber:   Heimatverein Bad Düben e. V.
Standort:   Burg Düben
Neuhofstr. 3 
04849 Bad Düben
Öffnungszeiten: von April bis Oktober jeden 1. Sonnabend im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr
Am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag) ist die Bergschiffmühle von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Anmeldungen für Mühlenführungen durch den Heimatverein Bad Düben e. V.:
(jederzeit möglich)
Tel.(03 42 43) 5 00 81
Tel.(03 42 43) 5 03 60 oder
E-Mail:   info@heimatverein-bad-dueben.de
Spendenkonto bei der Stadtverwaltung Bad Düben:
Bank: Sparkasse Leipzig
Konto-Nummer: 223000210
Bankleitzahl: 860 555 92
Kennwort:   „Schiffmühle“

Technische Daten: Hausschiff: Länge: 10,50 m Breite: 4,00 m
Wellschiff: Länge: 10,50 m Breite: 2,00 m
Welle des Schaufelrades: Länge: 10,50 m
Schaufelrad: Ø 5,00 m Breite: 6,00 m
Antriebsrad mit Holzkämmen Ø 3,50 m
Getrieberad/Grauguss Ø 1,00 m
Übersetzungsrad/Grauguss mit Holzkämmen Ø 1,75 m
Getrieberad/Grauguss Ø 0,50 m
Antriebs-Riemenscheibe/Grauguss Ø 1,65 m

 

 


3. Geschichte der Bergschiffmühle Bad Düben
 
Da die Schiffmühle zeitweilig zum Alaunbergwerk gehörte, erhielt sie den Namen „Bergschiffmühle“ (gekürzte Form von Bergwerks-Schiffmühle).
 
1686

erste urkundliche Erwähnung als „Schiff Mühle auf dem Muldestrohm“ bei Schwemsal
 

bis 1905

Getreidemühle auf der Mulde mit zwei deutschen Mahlgängen und einem Spitzgang
 

1905

Neubau zum schwimmenden Kraftwerk mit 110 V Gleichstrom (Über eine elektrische Leitung erfolgte der Antrieb der Mahlwerke im Gehöft des Müllers Paul Griehl.)
 

1922/1923

erneuter Umbau; Transmissionsantrieb zum neu erbauten Mühlengebäude am Muldeufer
 

1954

Muldehochwasser zerstört Transmission und Streichzaun.
 

1955

Mühleneinrichtung wird erneut mit elektrischem Antrieb versehen und der Mühlenbetrieb wieder aufgenommen.
 

1956

weitere Zerstörung durch starken Eisgang und Einstellung des Mühlenbetriebes auf der Mulde
 

1967

Nach Sicherung und Umsetzung in den ehemaligen Wallgraben der Burg Düben konnte die Bergschiffmühle am 6. Oktober als Technisches Denkmal feierlich in Betrieb genommen werden.
 

2002/2003

umfassende Sanierung - Bauzustand von 1905 wird wieder hergestellt
 

2003

Seit dem 10. Deutschen Mühlentag zeigt sich die Bergschiffmühle wieder ihren Besuchern.
 


4. Bildergalerie

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Bergschiffmühle im Hochwasser 03. Juni 2013 um 13:50 Uhr
(Foto: M. Rau)

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Bergschiffmühle im Hochwasser 03. Juni 2013 um 13:50 Uhr
(Foto: M. Rau)

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Eröffnung des 20. Deutschen Mühlentages 2013 an der Bergschiffmühle
(Foto: M. Rau)

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Viele Gäste am 20. Deutschen Mühlentag 2013 an der Bergschiffmühle
(Foto: M. Rau)

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Heimatfreunde treffen sich zur Radtour an der Bergschiffmühle – 13. Mühlentag 2006
(Foto: M. Rau)

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Bergschiffmühle nach der Sanierung; 2003
(Foto: H. G. Marschner)

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Nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1862

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Bergschiffmühle am alten Standort mit Transmissionswelle und Mühlengebäude; 1951
(Repro: M. Rau))

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Bergschiffmühle am alten Standort mit Ketten am Muldeufer gesichert; 1923 - 1954
(Foto: Fotoatelier Pfeffer)

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Bergschiffmühle zerstört und verlandet am Muldeufer; 1958
(Foto: G. Pisarz)

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Mit Schlitten und Traktoren werden die Schiffskörper ins Gelände der Burg Düben gebracht; 1964
(Foto: Archiv des Landschaftsmuseums)

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Friedrich Ende und Fritz Günzel beim Aufbau der Bergschiffmühle im Burggarten; 1967
(Foto: Archiv des Landschaftsmuseums)

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Bergschiffmühle nach dem Aufbau im ehe-
maligen Wallgraben der Burg Düben; 1967
(Foto: Archiv des Landschaftsmuseums)

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Bergschiffmühle im Burggarten; 1967 – 2002
(Foto: Archiv des Landschaftsmuseums)